Textilunverträglichkeit

Textilunverträglichkeiten: Ursachen und mögliche Alternativen

Haben Sie auch das Problem, dass es Sie überall juckt, sobald Sie sich anziehen? Oder sogar, dass hin und wieder die Haut gerötet ist oder sich gar Pusteln bilden? Nehmen Sie diese Anzeichen ernst, denn sie könnten auf eine Textilunverträglichkeit hindeuten. Wodurch diese entstehen und was Sie dagegen tun können, erfahren Sie hier.

So entsteht eine Textilunverträglichkeit

TextilunvertraeglichkeitIn der Regel kommt eine Textilunverträglichkeit, trotz des irreführenden Namens, nicht vom Textil selbst. Selbst synthetische Fasern lösen per se kaum Allergien aus. Fast immer sind jedoch Farb- und Veredelungsstoffe, die beim Verarbeiten zugefügt werden schuld an der überempfindlichen Haut. Sie sehen also, dass Textilien selbst meist nichts dafürkönnen. Lediglich Wolle kann eine sogenannte atopische Dermatitis auslösen.

Eine Textilunverträglichkeit kann jedoch auch durch Staub und Schweiß bedingt sein. Druck auf die Haut, Wärme sowie Reibung der Textilien können Unverträglichkeiten begünstigen. Waschen Sie Ihre Kleidung daher regelmäßig.

Auch Etiketten in der Kleidung können mechanische Reizungen mit sich bringen. Hier reicht es, das Etikett zu entfernen. In diesem Fall ist jedoch keine Unverträglichkeit an der Hautreizung schuld, sondern eine empfindliche Haut ist die Ursache.

Ein medizinischer Test kann Aufschluss liefern

allergietestUm besser gegen allergische Reaktionen gewappnet zu sein, kann ein medizinischer Test helfen. Die potenziellen Allergene werden damit eingegrenzt und die Auswahl der Kleider wird in Zukunft erleichtert. Allerdings hilft ein solcher Test leider nur bedingt. Zwar können Sie bei einer nachgewiesenen Wollallergie diese Fasern meiden, da diese jedoch nur in Ausnahmefällen schuld an der Misere ist, bringt ein Allergietest meist nicht allzu viel.

Zwar bekommen Sie einen Allergiepass und wissen genau, welches Allergen bei Ihnen Reaktionen auslöst, aber leider ist die Deklaration der chemischen Substanzen auf der Kleidung nicht gesetzlich verpflichtend, weshalb sie meist auch nicht draufstehen. Auch die Verkäufer wissen in der Regel nicht, welche Stoffe sich ins Kleidungsstück geschlichen haben.

Aufgepasst beim Einkaufen!

Was können Sie nun tun, wenn Sie stark auf Kleidung reagieren? Beachten Sie folgende Punkte:

  • Sofern keine Wollallergie vorlegt, können edle Wollsorten die Beschwerden verringern, da sie sich sehr angenehm auf der Haut tragen lassen. Ein schöner Merinopullover ist bei empfindlicher Haut ein bestens geeignetes Kleidungsstück, da sich Merinowolle extrem angenehm auf der Haut trägt. Auch Kaschmir oder Mohair zeichnen sich durch ein angenehmes Tragegefühl aus. Mehr dazu erfahren Sie bei der Rategeberseite Edlerwirn.com.
  • Weist das Etikett ein Kleidungsstück deutlich als bügelfrei, schmutzabweisend oder formstabil aus, sind besonders viele Chemikalien, vor allem Formaldehyd, zum Einsatz gekommen. Meiden Sie diese Stücke lieber!
  • Waschen Sie ein neues Kleidungsstück vor dem ersten Tragen drei bis viermal gut durch, und zwar mit der höchstzulässigen Waschtemperatur.
  • Verzichten Sie auf Kleidungsstücke, die Sie nicht selbst waschen können, sondern chemisch reinigen lassen müssen.
  • Getragene Klamotten fühlen sich meist besser an als neue. Warum also nicht mal in Secondhand-Shops einkaufen?
  • Weite Kleidung reduziert die Reibung auf der Haut, daher sollten Sie diese bevorzugen.
  • Der Hinweis „separat waschen“ deutet auf ein hohes Allergierisiko hin. Vor allem, wenn Sie eine Allergie auf Farbstoffe haben, meiden Sie diese Kleidungsstücke unbedingt!

Eine Textilallergie kann viele Ursachen haben. Oft sind wir uns gar nicht bewusst, welche Chemiekeulen wir oft am Leib tragen. Dass diese Reaktionen auslösen können, sollte klar sein. Die oben genannten Tipps können Ihnen dabei helfen, ein weitgehend beschwerdefreies Leben zu führen.