Marathon Vorbereitung

Mentale Vorbereitung für den Marathon

Unter Marathonläufern hat sich das Mantra etabliert, dass ein Marathon gemeinhin nicht nur auf der Strecke gewonnen wird, sondern auch durch die mentale Stärke. Neben dem körperlichen Training ist es daher notwendig, seine Psyche zu schulen, um während des Wettkampfes das volle Potential abrufen zu können.

Im Folgenden stellen wir einige Techniken zur mentalen Training vor, die während der Vorbereitung und während des Wettkampfes angewandt werden können.

Mentales Training während der Marathon Vorbereitung

Mentale Vorbereitung MarathonDie letztliche Performance im Marathon hängt vor allem von einer optimalen Einstellung für den Wettkampf ab. Hierbei sollten sowohl realistische Ziele gesteckt werden, um Wettkampf-bedingte Einbrüche adäquat deuten zu können, als auch Szenarien entwickelt werden, die während des Laufes entstehen könnten.

Dabei eignen sich erfahrungsgemäß Visualisierungen besonders gut: so sollte der Marathon schon vor dem eigentlichen Lauf mehrmals „im Kopf“ bestritten werden. Unser Gehirn kann dabei nur schwerlich unterscheiden, ob es sich bei der Visualisierung um ein reales Geschehen handelt oder nicht. Deshalb profitieren viele Athleten davon, sich potentiell auftretende Probleme zu imaginieren und diese geistig abzuhandeln, das heißt Bewältigungsstrategien zu entwickeln, die während des Laufes abgerufen werden können.

Beispielsweise kann es hilfreich sein ein positives Selbstgespräch zu führen, wenn die Beine anfangen schwer zu werden oder sich positive Bilder vorzustellen, welche die Aufmerksamkeit vom physischen Schmerz ablenken zu vermögen. Ein solcher Handlungsplan für den Marathon hilft ungemein, in der Hitze des Laufs adäquat zu reagieren.

Individuelle Leistungsgrenzen und Parameter

Des Weiteren ist es von großer Bedeutung die eigene Leistungsfähigkeit einschätzen zu lernen. Unser Körper hat die Tendenz uns „Schwäche-Signale“ zu senden, bevor wir wirklich an unsere Grenzen gelangt sind.

Dies ist ein regulärer Schutz-Mechanismus des Körpers. Je besser du deinen eigenen Organismus und deine Leistungsgrenzen kennst, desto besser kannst du während des Marathons über solche „Tiefs“ hinauskommen.

Schließlich macht es außerdem Sinn sich vor dem Lauf gewisse Parameter zu setzen, an denen sich während des Marathons orientiert werden kann. Einige Läufer tendieren beispielsweise dazu, gewisse Muskelpartien zu verkrampfen oder gewisse Streckenabschnitte zu schnell anzugehen.

Um diesen Tendenzen entgegen zu wirken, können interne Checklisten erstellt werden, die regelmäßig während des Wettkampfes geistig abgehakt werden – z.B. „Bin ich übermäßig verspannt“?

Eine intensive mentale Vorbereitung kann also leicht den entscheidenden Unterschied ausmachen. Mit steigender Erfahrung werden diese Techniken auch immer intuitiver und lassen sich fast automatisch abrufen. Besonders bei dem ersten Marathon sollte sich daher so wenig wie möglich im Vorfeld unter Druck gesetzt und wirklich realistische Ziele abgesteckt werden.

Dies erlaubt es nach getaner Arbeit ein klareres Bild von dem tatsächlichen Leistungsstand zu erhalten und vereinfacht die Vorbereitung auf den nächsten Marathon.