Fahrradanhänger

Vorsicht bei Fahrradanhänger für Ihr Baby: Die Belastung für den Rücken berücksichtigen!

Fahrradanhänger und Babys? Ja – diese Kombination ist durchaus möglich! Um die Fahrt für die Kleinen jedoch auch angenehm und sicher zu gestalten, müssen Sie als Elternteil so Einiges beachten. Denn es ist nicht ganz unbedenklich, die empfindliche Wirbelsäule von Babys einer zu großen Belastung auszusetzen. Was Sie bei der Mitnahme Ihres Babys im Fahrradanhänger alles beachten müssen, erfahren Sie hier.

Warum Sie bei Babys im Anhänger besonders Acht geben müssen

Fahrradanhänger Baby

Beim Transport von Babys, ist vorsichtiges Fahren enorm wichtig!

Es ist nicht ungewöhnlich, auch sehr kleine Kinder bei Fahrten im Fahrradanhänger zu beobachten. Die meisten Hersteller empfehlen schließlich selbst schon eine Mitnahme ab etwa einem Monat – doch das auch immer nur ausdrücklich in Verbindung mit den richtigen Sicherheitsmaßnahmen! Denn Ihr kleinstes Familienmitglied reagiert auf Belastungen natürlich nicht auf dieselbe Weise wie Sie.

Als erwachsener Mensch kann der Fahrradfahrer selbst gut mit holprigen Strecken umgehen. Taucht ein Hindernis auf, können Sie mit Muskelanspannung oder Ausweichmanövern reagieren. Doch wie sieht es mit dem Körper eines Babys aus? Fest steht, dass Ihr kleiner Fahrgast nicht wissen kann, wann eine Bodenwelle kommt. Deshalb kann die Wirbelsäule auch nicht durch Spannung bei der Federung mithelfen.

Die empfindliche Wirbelsäule von Babys kann zusätzlich unter einer ungesunden Haltung leiden. In vielen Fällen sitzen die Kinder in gekrümmter Sitzhaltung im Anhänger. Diese Position ist aber äußerst ungünstig, weil damit die Wirbelsäulenkrümmung und damit auch die natürlichen Dämpfungseigenschaften zum Teil aufgehoben werden. Daher ist ein guter Babysitz oder eine hochwertige Hängematte, wie beispielsweise von Croozer unumgänglich!

Tipp: Auf Zweiradkraft.com finden Sie zahlreiche Tipps rund ums Thema Kind & Fahrradanhänger!

Gefahrenzonen für Babys im Fahrradanhänger

Laut einer Studie an der Bergischen Universität Wuppertal, wirkt sich der Einfluss der Fahrtgeschwindigkeit zentral auf die vertikale Beschleunigung des Anhängers aus. Und diese Werte sind je nach Bodenzustand und Geschwindigkeit zum Teil bedenklich hoch.

Gefährliche Faktoren sind daher:

  • Straßenbeschaffenheit: selbst kleine Unebenheiten auf modernen Straßen weisen eine recht hohe Vertikalbeschleunigung auf.
  • Schweller: die findet man oft am Beginn zu Fußgängerbereichen.
  • Pflastersteinstraßen: hier wurde ein über 10-facher Wert der Erdbeschleunigung gemessen (10,6g)!
  • Bremsweg: Fahrräder-Bremsen sind nicht für das Gewicht von Anhängern ausgerichtet – der Bremsweg verlängert sich Fahren Sie also vorausschauend!

Beispiel: wiegt ein Kind 20kg, dann wirkt bei einer Vertikalbeschleunigung von 10,6 dann das 10,6-fache des eigenen Körpergewichtes auf das Baby – also 212 Kilogramm.

Tipps für eine sichere Fahrt mit Baby

Sie selbst sind als Fahrer wirklich der zentrale Faktor für die Sicherheit Ihres Kindes. Daher sollten Sie folgendes immer im Kopf behalten:

  • Erste Fahrt: Experten empfehlen zu warten, bis das Köpfchen alleine gehalten werden kann. Gesetzliche Vorgaben dazu gibt es keine.
  • Fahrstil: Meiden Sie grobe Unebenheiten und schadhafte Straßen und Wege. Falls Sie daran nicht vorbei kommen, verringern Sie unbedingt Ihre Geschwindigkeit!
  • Gute Federung: Sorgen Sie für Qualität und Komfort bei Ihrem Anhänger. Ein empfehlenswertes Modell mit guter Federung ist beispielsweise der Croozer Kid Plus for 2.
  • Hängematte: Im Gegensatz zum herkömmlichen Babysitz, hängt die Hängematte frei im Anhänger und kann deshalb besser abfedern. Sie gilt auch als sicherer.
  • Sicherheit: 5-Punkte-Gurtsystem, ein Rahmen mit stabilem Überschlagsschutz sowie eine große Spurweite sind wichtig. Ein niedrigerer Reifendruck (etwa 1,5 bar) ist ideal

Beim Fahrradfahren mit Anhänger müssen Sie bei Babys besonders aufpassen. Ihre empfindliche Wirbelsäule kann durch viele Faktoren belastet werden. Deshalb brauchen Sie unbedingt geeignete Stützen und ein gutes Equipment. Ihr Fahrstil muss sich ebenfalls deutlich anpassen. Achten Sie auch auf eine gute Qualität bei Ihrem Fahrradanhänger!